Bürgerhaus soll attraktiver werden – SPD-Fraktion beantragt Reform der Nutzungssatzung

Bei Abendveranstaltungen mit Glockenschlag die Gäste vor die Tür setzen oder weitere 24 Stunden mieten, nur um nach Mitternacht die letzten Tische beiseite räumen zu können? Die SPD in Delitzsch will das ändern und beantragt eine Änderung der Entgelt- und Benutzungsordnung für die kommunalen Bürgerhäuser.

„Die Entscheidung für das Bürgerhaus als Veranstaltungsort steht und fällt mit den damit verbundenen Kosten. Mit einer Anpassung der Nutzungszeiten werden wir den Realitäten der Veranstalter gerecht und steigern die Attraktivität des Hauses“

– Jens Müller, Stadtrat

“Die Entscheidung für das Bürgerhaus als Veranstaltungsort steht und fällt mit den damit verbundenen Kosten. Mit einer Anpassung der Nutzungszeiten werden wir den Realitäten der Veranstalter gerecht und steigern die Attraktivität des Hauses”, begründet Jens Müller (parteilos) den Antrag der SPD-Fraktion.

Konkret sieht der Antrag vor, dass die Veranstaltungsräume in den kommunalen Bürgerhäusern künftig für 24 Stunden von 8:00 morgens bis 8:00 am Folgetag gemietet werden können, um Abendveranstaltungen für Veranstalter und Bürger attraktiver zu machen. Die bisherige Regelung habe Veranstalter gezwungen, die Räumlichkeiten vor Mitternacht zu verlassen, was Abbau und Reinigung deutlich erschwere. Bei aufwändigen Veranstaltungen müssten volle Tage zum Auf- und Abbau hinzugebucht werden, was zu unverhältnismäßigen Kosten führe, die letztlich auf die Gäste umgelegt werden müssten. Für diese Fälle sieht der Antrag außerdem vor, künftig Auf- und Abbautage hinzubuchen zu können, für die lediglich 50 % des regulären Nutzungsentgelts entfallen sollen.

Die Reduzierung der Nutzungsentgelte soll durch eine höhere Vermietungsattraktivität und Auslastung ausgeglichen werden. Damit verbunden wäre gleichzeitig eine weitere Belebung des kulturellen Angebots in unserer Stadt.